zurück || weiter || Home || Info || Kontakt || Impressum/Datenschutz/Disclaimer || Bildergalerie

Korsika 2012






Blick auf
'La Scandola'


Bucht von Girolata


kurz vor Girolata


Um 15:00 Uhr stehe ich vor der Gite d'étape 'Le Cormoran Voyageur' in Girolata. Ich melde mich an und erhalte, ohne vorher reserviert zu haben, einen Platz in einem 6-Bett-Zimmer. Der Wirt ist sehr freundlich. Er zeigt mir alles und so richte ich mich häuslich ein. Es ist nicht viel los hier. Im Nachbarzimmer sitzen noch zwei Leute und haben es sich gemütlich gemacht.
Ich nehme eine ausgiebige, heiße Dusche und wasche meine Wäsche. Um 19:30 Uhr gibt es Essen.



Gite d'étape
'Le Cormoran Voyageur'


Blick auf die
'Strandpromenade'
von Girolata


Gite d'étape 'Le Cormoran Voyageur'


Ich mache mich auf den Weg, den Ort zu erkunden. Momentan ist es trocken. Girolata besteht nur aus wenigen Häusern, die sich bergab, bis zum Strand aneinander reihen.
Am Strand stehen mehrere einfache Holzhütten. Hier kann man Pizza, Andenken, Getränke usw kaufen. Am Schiffanleger kommen regelmäßig Boote mit Touristen an, die hier den Ort besichtigen. Die größte Strandbar ist gleichzeitig die zweite Gite am Ort. Die Gite d'étape 'La Cabane du berger' ist größer als meine und hier ist auch mehr Betrieb.
Ich setze mich in die Bar, bestelle mir was zu trinken und beobachte das rege Treiben. Es geht wirklich rein und raus hier. Die Leute strömen aus den Booten, machen einen Rundgang, gehen was essen oder trinken und schon fahren die Boote wieder ab.
Ich schreibe mein Tagebuch und genieße den schönen Blick auf den kleinen Hafen. Am späten Nachmittag gehe ich zurück zu meiner Unterkunft. Es sind inzwischen noch einige Wanderer angekommen, aber hier geht alles ruhig und relaxt zu. Ich setze mich auf die Terrasse und reserviere telefonisch für morgen die nächste Gite. Mit nur wenigen Brocken französisch hat das irgendwie geklappt. Die nette Madame, von der Gite in Curzu, scheint mich verstanden zu haben.
Um 19:30 Uhr gibt es Essen. Oben im Gastraum hat der Wirt einen langen Tisch für 11 Personen gedeckt. Sehr gepflegt und sauber ist es hier und das Essen duftet schon aus der Küche. Mit 10 Franzosen sitze ich am Tisch. Das Menü beginnt mit einer Fischsuppe, die ich so noch nie gegessen habe. Als Hauptgang gibt es gebratenen Fisch mit Reis, dazu Brot und Wasser. Zum Nachtisch wird Käse und ein Dessert gereicht. Das Essen war super. Ein typisches Essen für ein Fischerdorf. Nach dem Essen fängt es wieder an zu regnen. Frühstück haben wir für 7:30 Uhr vereinbart.
Wir sind mit 5 Leuten im Zimmer und gehen gegen 21:30 Uhr schlafen.



Donnerstag, 06.09.2012



Girolata


Um 7:30 Uhr gibt es Frühstück. Café au lait, O-Saft, Baguette, Butter und Marmelade werden aufgetischt. Für die Übernachtung mit Abendessen und Frühstück bezahle ich 42,-Euro. Die Gite ist sehr zu empfehlen.
Es ist 8:00 Uhr, ich bin startklar und mache mich auf den Weg zur nächsten Etappe. Das Wetter ist super.



Bucht von Girolata,
im Hintergrund 'La Scandola'


Am Strand entlang führt der Weg bis zu einem Wegweiser, wo eine Variante abzweigt. Dieser Pfad führt die Küste entlang bis zum 'Plage Cala di Tuara'.
Um 9:00 Uhr erreiche ich eine kleine, ruhige Nebenbucht und um 9:10 Uhr bin ich im Wasser. Einfach traumhaft hier. Das Wasser ist herrlich und die Landschaft super. Es ist nichts los hier. Da ich die nächste Gite reserviert hatte, lasse ich mir Zeit. Ich genieße die Ruhe und das schöne Wetter.
Gegen Mittag wird es immer voller hier und so mache ich mich auf den Weg, vorbei am 'Plage Cala di Tuara', hinauf zur 'Bocca a Croce'. Der Pfad steigt steil an, führt durch den Wald und stößt kurz vor der 'Bocca a Croce' auf die Straße. Nach dem steilen Aufstieg kaufe ich mir hier am Kiosk eine kalte Flasche Wasser.
Es ist 13:00 Uhr. Von hier habe ich einen tollen Ausblick auf die Küste. Der Weg nach Curzu führt über einen Bergrücken und steigt auf 680m an. Es ist heiß und mir fehlt etwas die Motivation diesen Aufstieg anzugehen. Deshalb wähle ich die Straßenvariante.



Straßenetappe nach Curzu (Abkürzung)


Gite d'étape in Curzu


Ohne Höhenunterschiede folge ich der Straße und erreiche um 14:20 Uhr Curzu. Die Gite ist direkt am Ortseingang und ich werde erwartet. Die Reservierung hat geklappt. Die Wirtin zeigt mir meine Unterkunft und ich beziehe ein großes Mehrbettzimmer. Ich suche mir ein Bett aus, breite meinen Schlafsack darauf aus und gehe duschen. Anschließend wasche ich meine Wäsche und setze mich auf die Terrasse und schreibe Tagebuch.
Die Gite ist schön und sehr gepflegt. Hier gibt es auch die Möglichkeit zum Campen. Nach und nach kommen noch andere Wanderer.



Gite d'étape in Curzu


Gite d'étape in Curzu


Nach einem Rundgang durch Curzu bestelle ich mir was zu trinken und genieße den Tag. Ich bitte den Wirt für mich die nächste Gite zu reservieren, was er auch gerne macht. Hier in Curzu gibt es keine Einkaufsmöglichkeit. Die Gite ist die einzige Gaststätte.
Um 19:00 Uhr gibt es Essen. Die freundliche Wirtin hat einen großen Tisch auf der Terrasse eingedeckt.
Als Vorspeise gibt es eine große Salatplatte. Als Hauptgericht Schweinebraten mit Ratatouille. Dazu gibt es, wie immer, Brot und Wasser. Ich bestelle mir noch einen Rotwein dazu. Anschließend wird Käse serviert und zum Abschluss gibt es noch einen frischen Obstsalat.
Das Essen war sehr lecker und wir sitzen mit sechs Leuten bei korsischem Myrthe-Schnaps noch lange zusammen. Mit einem Pärchen aus Quebec (Kanada), zwei Jungs und einem Mädel aus Paris habe ich einen schönen Abend.
Gegen 22:00 Uhr gehen wir schlafen. Wir sind zu acht Mann im Zimmer, aber der Raum ist schön groß und so ist es recht angenehm.



Gite d'étape in Curzu


Freitag, 07.09.2012



Um 7:00 Uhr gibt es Frühstück. Ich bezahle für alles 52,-Euro und mache mich um 8:00 Uhr auf den Weg zur nächsten Etappe. Das Wetter ist schön. Durch den Ort geht es aufwärts, dann durch den Wald auf einem angenehmen Weg in südöstlicher Richtung. Nach dem Abstieg ins Vetricella-Tal überquere ich einen Bach und steige wieder bis auf 350m auf. An einer Abzweigung halte ich mich rechts und laufe in südlicher Richtung auf einem breiten Waldweg abwärts.
Gegen 11:30 Uhr liegt Serriera, mein heutiges Etappenziel, unten im Tal, vor mir.



Blick auf Serriera


Brunnen in Serriera


im Straßencafé in Serriera


Um 11:45 Uhr erreiche ich Serriera und komme zuerst am Dorfbrunnen vorbei, wo ich mir kühles Wasser zapfe. An einem Straßencafé frage ich nach der Gite und werde zum südlichen Ortsende geschickt.



Gite d'étape 'L'Alivu' in Serriera


Die Gite d'étape 'L'Alivu' ist eine alte, restaurierte Ölmühle. Die Wirtin ist gerade dabei, die Zimmer herzurichten. Ich melde mich an und bin froh, dass meine Reservierung angekommen ist. Mir wird Zimmer 2 zugewiesen und ich bin überrascht, als ich ein tolles Zimmer mit zwei Doppelstockbetten und eigenem Bad vorfinde. Ich richte mich ein, nutze die tolle Dusche und hänge meine Wäsche über den Zaun vor dem Haus.
Jetzt mache ich einen Rundgang durch den Ort. Ich komme an einer Bar mit kleinem Laden vorbei. Hier kaufe ich mir etwas Proviant und setze mich an die Straße unter einen Sonnenschirm. Es lässt sich gut aushalten hier im Schatten.
Weiter geht mein Rundgang durch den Ort. Ich komme zur Kirche. Hier ist die zweite Bar von Serriera. Der Ort ist nicht groß und so bin ich schnell wieder an meiner Unterkunft, wo inzwischen schon einige andere Wanderer eingetroffen sind. Line und Marcel, das Pärchen aus Quebec, sind auch da. Sie teilen mit mir das Zimmer. Vor der Gite stehen ein paar Stühle. Hier setze ich mich in den Schatten und relaxe.



Kieselsteinbrunnen an der
Abzweigung nach Bussaghia


Die Wirtin macht uns auf den nahen Strand aufmerksam, der nur eine halbe Stunde Fußmarsch von hier entfernt ist. Es ist noch früh am Tag, ich packe ein paar Sachen zusammen und mache mich auf den Weg, die Straße entlang, Richtung Meer. An der Hauptstraße angekommen, halte ich mich links und komme zu einem tollen Kieselsteinbrunnen. Ein Stück weiter zweigt rechts eine schmale Straße ab. Ein riesiger blauer Wegweiser ist nicht zu übersehen. An einem ausgetrockneten Flussbett entlang führt die Straße, vorbei an einigen Hotels, Appartements und einem stillgelegten Campingplatz, direkt zum Strand von Bussaghia. Am Ende der Straße ist ein großer Parkplatz.



Abzweigung nach Bussaghia


Strand von Bussaghia



weiter



weitere Fotos siehe hier: Bildergalerie
Seitenanfang
weitere Infos
Zuletzt geändert am 16.11.2018