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Korsika 2004





Meine diesjährige Tour führte mich auf den südlichen GR 20. In sechs Etappen wanderte ich von 'Conca' nach 'Vizzavona'. 1996 habe ich den Weg schon einmal erkundet, jedoch in Nord-Süd Richtung.



1.Tag Mittwoch, 18.08.2004



Oberhalb von Conca, wo meine Frau mich mit dem Auto hinbrachte, begann meine Wanderung. Hier ist der Einstieg (bzw. Ausstieg) zum GR 20 auf 252m. Es war 7:20 Uhr und bei tollem Wetter ging es von hieraus los. Der Weg führt, vorbei an einer Quelle, durch den Wald stetig auswärts.


Einstieg zum GR 20 in Conca

'Bocca d'Usciolu'

Blick zurück auf Conca und die Küste


Nach einer halben Stunde Aufstieg erreichte ich die 'Bocca d'Usciolu' auf 587m. Von hieraus hat man eine schöne Aussicht zurück auf Conca und die Ostküste. Weiter verläuft der Pfad ohne große Höhenunterschiede in nordwestlicher Richtung.


hier an den Gumpen lässt sich toll Pause machen


Um 8:50 Uhr erreichte ich zwei, links am Weg liegende, Gumpen auf 540m. Hier machte ich Pause und genoss die schöne Umgebung. Die Gumpen laden zum erfrischenden Bad ein. Die ersten Wanderer begegneten mir hier. Allerdings waren alle in Nord-Süd-Richtung unterwegs.



nicht mehr weit zur 'Paliri-Hütte'


Weiter ging es von hier aus fast immer aufwärts. Die Felsformationen wurden immer imposanter. Die Landschaft wechselte sich ab mit Wald und Fels. 14:30 Uhr, ziemlich erschöpft kam ich an der 'Paliri-Hütte' auf 1040m an. Der Weg zog sich zum Schluss ziemlich in die Länge.


man achte auf Details


Wasserstelle unterhalb der Hütte

Dusche

traumhafte Aussicht

Die markanten Gipfel der
Bavella-Gruppe im Abendlicht


Die Lage der 'Paliri-Hütte' entschädigt für alle Anstrengungen. Wunderschön gelegen, umgeben von riesigen Kiefern und den bizarren Gipfeln der nahen 'Bavella-Gruppe', ist diese Hütte mit Sicherheit ein Highlight auf dem GR 20. Liebevoll angemalte Steine und Schilder schmücken die nahe Umgebung der Hütte. Vor der Hütte stehen Tische und Bänke, die zum Rasten einladen. Das Biwak-Areal bietet jede Menge Platz und eine kleine Hütte mit Kochstelle, Tisch und Bänken. Unterhalb der 'Paliri-Hütte' gibt es eine Wasserstelle und weiter unten im Wald eine Dusche. Ich baute mein Zelt auf, testete die Dusche, machte mir was zu essen und alle Strapazen waren vergessen. Am Abend lud der Hüttenwart zum Tee ein. Es gab, als typisch korsische Spezialität, Rosmarintee und Thymiantee aus frischen Kräutern der Umgebung. Der Gardien und sein Sohn waren sehr freundlich. Es war eine sehr angenehme Atmosphäre hier an der 'Paliri-Hütte'.



2.Tag Donnerstag, 19.08.2004



Die Nacht war ziemlich windig. Mein Zelt flatterte ganz schön. Um 6:00 Uhr stand ich auf und packte meine Sachen. Der Wind hatte nachgelassen und das Licht der aufgehenden Sonne verwandelte die Landschaft in einen Traum. Der Blick über die aufsteigenden Wolken war unbeschreiblich. Um 7:00 Uhr war ich startklar zur zweiten Etappe.


Diese Stimmung muss man
erlebt haben

wunderschöner Blick
Richtung Ostküste


An einer zweiten Quelle, etwas weiter unterhalb, füllte ich meine Wasserflasche und folgte dem Weg durch den Wald in südwestlicher Richtung.




Immer wieder wurden die tollsten Ausblicke frei. Der Weg führt jetzt in Kehren aufwärts zum 'Foce Finosa' auf 1206m. Um 8:05 Uhr hatte ich den Pass erreicht. Hier machte ich eine kurze Pause und genoss die grandiose Aussicht.


über den Wolken


Von hieraus verlief der Pfad wieder abwärts, in Kehren durch den Wald bis zu einem breiten Forstweg. Dieser gut ausgebaute Weg war wohl so richtungweisend, dass ich die Abzweigung verpasste und weit unterhalb vom 'Col de Bavella' an der Straße herauskam. Was blieb mir anderes übrig, als die Straße entlang, aufwärts bis zum Pass zu laufen.


am 'Col de Bavella'


Gegen 9:25 Uhr kam ich im 'Village de Bavella' an und erfrischte mich erstmal am Dorfbrunnen mit kühlem Wasser. Weiter die Straße entlang, war es nicht weit zum 'Col de Bavella'. Der wohl am meisten besuchte Straßenpass Korsikas war noch angenehm leer. Durch den Wald verläuft der GR 20 nun weiter in einer großartigen Landschaft abwärts in westlicher Richtung. Der Weg ist gut markiert und an einer Abzweigung hat man die Möglichkeit den GR 20 zu verlassen um rechts eine alpine Variante zu nehmen. Diese Variante führt hinauf zu den Gipfeln der 'Bavella' und durchquert diese. Hier bieten sich natürlich die tollsten Ausblicke über die gesamte 'Bavella-Gruppe', aber diese Strecke ist ziemlich steil und mit schwerem Rucksack nicht zu empfehlen. Auf der anderen Seite stößt die Variante wieder auf den GR 20. Ich folgte dem normalen Streckenverlauf des GR 20. Dieser umgeht die 'Bavella' und verläuft in westlicher, später in nördlicher Richtung. Hier wo sich der Weg nach Norden wendet, geht es wieder aufwärts, dann durch Wald, mehrere Bäche kreuzend, entlang der Westseite der 'Bavella'. Vorbei an der Abzweigung zur alpinen Variante, die hier wieder auf den GR 20 stößt, geht es weiter talaufwärts, bis an die Stelle wo der GR 20 den 'Ruisseau d'Asinao' erreicht und überquert. Es war 15:00 Uhr als ich hier am Bach ankam. Hier ist ein idealer Ort zum Rasten und schnell war ein schöner Platz gefunden wo ich die müden Füße ins kalte Wasser hängte. Weit oberhalb konnte man schon die 'Asinao-Hütte' erkennen. Ausgeruht und gestärkt ging es weiter zum letzten Anstieg für heute.


schon von weitem war die
Asinao-Hütte zu sehen


Um 17:00 Uhr erreichte ich die 'Asinao-Hütte' auf 1540m. Ich suchte mir einen Platz für mein Zelt und baute es mit einigen Schwierigkeiten auf. Mittlerweile wurde es ziemlich windig und ich musste sehen, dass ich auf dem steinigen Boden die Heringe fest bekam. Mit Steinen sicherte ich alles so gut wie es ging. Nachdem ich geduscht hatte, machte ich mir meinen 'Globetrotter-Lunch' warm und genoss die Abendsonne.


hier die Küche für
die Biwak-Gäste


hier gibt es genügend Platz zum zelten.
Im Hintergrund Dusche und Toilette


Der Wind nahm zu und als die Sonne untergegangen war, wurde es kühl. Ich ging früh schlafen. Die Nacht war nicht so angenehm. Der Wind rüttelte ganz schön heftig an meinem Zelt. Irgendwie bin ich dann doch eingeschlafen.



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Zuletzt geändert am 16.11.2018