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Reisetagebuch, Ostsee 2015






Dieses Jahr bin ich auf dem europäischen Fernwanderweg E9 unterwegs. Ca. 400km geht es entlang der Mecklenburgischen und Vorpommerschen Ostseeküste.
Startpunkt ist Travemünde und Ziel ist die deutsch-polnische Grenze, bei Swinemünde. Dieser Küstenwanderweg ist mit weiß-blau-weißen Markierungen bestückt und verläuft in vielen Bereichen parallel zum Ostsee-Küsten-Radweg.



Etappe von bis km
1. Travemünde Ivendorf Boltenhagen 31
2. Boltenhagen Wismar 31
3. Wismar Pepelow 26
4. Pepelow Kühlungsborn 23
5. Kühlungsborn Markgrafenheide 31
6. Markgrafenheide Dierhagen Ost 20
7. Dierhagen Ost Prerow 25
8. Pause
9. Prerow Barth 18
10. Barth Duvendiek 23
11. Duvendiek Barhöft 26
12. Barhöft Stralsund (Altefähr) 17
13. Stralsund (Altefähr) Stahlbrode 25
14. Stahlbrode Greifswald 30
15. Pause
16. Greifswald Wolgast 30
17. Wolgast Koserow (Usedom) 27
18. Koserow (Usedom) Swinemünde (Polen) 27
gesamt 410


Packliste



Samstag, 23.05.2015


7:15, pünktlich fährt der ICE 855 in Köln ab. Der Zug ist noch schön leer. Hier in Hamm ca. 15 Minuten Verspätung. In Hannover den Anschluss-Zug verpasst. Nächster Zug fährt um 11:25 ab. Hamburg Hbf 13:08 Abfahrt mit RE8 nach Lübeck. Hier hat es geregnet. 14:00, Ankunft in Lübeck.
Am Bahnhof ein Schließfach für 3 Euro gemietet, dann in die Stadt gegangen, ein Stück Pizza gekauft für 2 Euro, anschließend in einer italienischen Eisdiele einen Cappuccino getrunken und ein Eis gegessen. Jetzt bin ich an der Trave und gehe langsam wieder Richtung Bahnhof. Auf der Aussichtsplattform der Petri-Kirche bekomme ich für 3 Euro einen Top-Ausblick geboten.
Um 17:00 sitze ich im RE8 und fahre nach Travemünde. 17:20, Ankunft in Travemünde, Skandinavienkai. Ich gehe jetzt die Ivendorfer Landstraße entlang zum Campingplatz. 17:30, Campingplatz erreicht.
Zelt aufgebaut, geduscht. Im Imbiss, hier auf dem Platz, gibt es Grillwurst und Bier. 13 Euro habe ich für die Übernachtung bezahlt.



Sonntag, 24.05.2015


6:10, nach kalter Nacht bin ich jetzt auf dem Weg zur Priwall-Fähre in Travemünde. Es ist so kühl, dass ich meinen Fleecepulli anziehe und trotzdem noch friere. Nach dem Aufstehen war die Zeltplane durch Kondenswasser klatschnass. Ich musste mein Zelt nass einpacken. Um 7:00 macht hier am Hafen der Bäcker auf.
Ich frühstücke ausgiebig, kaufe mir für unterwegs zwei Brötchen und mache mich anschließend auf den Weg zur Fähre. Am Automaten ziehe ich mir für 1,20 ein Ticket. Die Fähre fährt auch gleich ab und nach wenigen Minuten bin ich auf der anderen Seite der Trave, in Mecklenburg.
Weiter geht es links am Wasser entlang, vorbei am Yachthafen, wo majestätisch der alte Vier-Mast-Segler 'Passat' liegt.



Fährüberfahrt in Travemünde


Vier-Mast-Segler 'Passat'


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Der Weg ist sehr schön. Später sind sehr viele Fahrradfahrer unterwegs. Der Weg ist größtenteils asphaltiert. Er zieht sich ganz schön in die Länge. An den vielen Zugängen zum Strand gibt es sogar hin und wieder Toiletten und Bänke, wo man sich ausruhen kann.
15:00, Ankunft in Boltenhagen. Hier ist viel Betrieb. Pfingsttouristen. Ich kämpfe mich durch die Stadt und finde am Ortsende das Hotel 'John Brinckman'. Hier ist tatsächlich noch ein Zimmer frei. Ich checke ein und genieße die heiße Dusche.



Steilküste


Seebrücke in Boltenhagen


Montag, 25.05.2015


Nach angenehmer Nacht gibt es ein super Frühstück von einem tollen Buffet. Um 8:00 Abmarsch bei leichtem Regen.
Ab Wohlenberg geht es die Straße entlang, über einen neuen, asphaltierten Radweg. Dann geht es quer durch den Campingplatz Liebeslaube, bei Niendorf, über einen schmalen Pfad, durch den Wald immer die Küste entlang. Gegen 11:00 wieder Regen. Ich laufe über Beckerwitz Richtung Zierow.
13:05, ich erreiche das Ortseingangsschild von Wismar. Es ist noch ziemlich weit bis zum Zentrum. 14:30, in der Pension Apostel angekommen. Hier hatte ich ein Zimmer reserviert. 14:40 Uhr, ich liege in der Badewanne. Die Tour war hart. Viele Asphaltstrecken. Ich habe zu wenige Pausen gemacht. Das Wetter hat nicht zum Pause machen eingeladen.
Nach einem entspannenden Bad mache ich mich auf den Weg Wismar zu erkunden. Ich gönne mir ein Eis, ein Stück Käsekuchen und einen Cappuccino. Es ist immer noch bewölkt und die Sonne kommt nur selten raus. Jetzt ist 18:00, ich sitze im Fischrestaurant am alten Hafen und esse meinen ersten Fisch.



Marktplatz in Wismar


Marktplatz in Wismar


Dienstag, 26.05.2015


Habe gut geschlafen und gehe zum Frühstück. Gutes Frühstücksbuffet. 8:00 Abmarsch. Der Weg aus der Stadt zieht sich lang und ist nicht angenehm zu laufen. Nur über Asphalt geht es.
Hinter Krusenhagen geht es durch den Wald auf einem schönen Pfad bis Neuburg. Hier ist ein alter Kaufmannsladen und eine kleine Bäckerei, wo ich einen Kaffee trinke. Hier beginnt ein sehr schöner Naturweg, der bis Alt Bukow wunderbar zu laufen ist. Das Wetter lässt schwer zu wünschen übrig. Etwas Regen, dann wieder Sonne. Ab hier wieder Asphalt bis Pepelow. Es ist 15:00 und es hat sich wieder zugezogen. Im Ort nehme ich mir wieder ein Zimmer.
Auf dem Campingplatz, direkt am Salzhaff, pfeift ein kalter Wind.
Am linken, kleinen Zeh habe ich eine ziemlich große Blase. Gestern war sie noch klein und ich hätte sie behandeln sollen. Ich habe die Blase aufgestochen und verbunden. Mal sehen ob das klappt.



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Am Salzhaff bei Pepelow


Mittwoch, 27.05.2015


Richtung Rerik, es ist sehr stürmisch


7:30, startklar. Zimmer und Frühstück waren super. Wetter bescheiden. Total zugezogen und starker Wind.
Von Pepelow über angenehmen Weg bis Tessmannsdorf. Von hier die Straße entlang bis Roggow. Hier zweigt links der markierte E9 ab. Weiter bis Rerik. Wetter schlecht. Es stürmt und regnet. Von Rerik verläuft der E9 wunderschön entlang der Steilküste. In Kägsdorf mache ich Mittagspause. Hier ist ein Imbiss, wo ich mich mit Erbsensuppe stärke.
Über Asphalt geht es bis Kühlungsborn, wo ich um 13:00 ankomme. Ich gehe durch den Ort, durchquere ein Waldstück und erreiche Kühlungsborn-Ost. Hier suche ich ein Zimmer. Ein typisches Seebad, mit vielen Touristen. Es ist kalt und es pfeift der Wind. Nach längerer Suche finde ich um 15:00, in einer kleinen Pension, ein Zimmer.
Jetzt erkunde ich den Ort und bin froh, dass ich hier eine günstige Regenjacke gefunden habe. Meine alte hat beim ersten Einsatz den Geist aufgegeben. Reißverschluss defekt. Zum Abendessen gibt es China-Buffet.




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Zuletzt geändert am 16.11.2018